Florenz

Montag, 9. Oktober 2017


Jacobo, mein Vermieter, war pünktlich zur Stelle. Es war verabredet, dass ich am 10 Uhr Siena verlassen werde. Der Abschied war herzlich und Jacobo meinte, er würde sich sehr freuen, wenn ich wieder kommen würde. Wer weiß?
Florenz war bald erreicht und ich bezog gegen Mittag meinen Stellplatz in Camping Firenze. Der Campingplatz ist groß, sehr modern und hat alles, was ein Camper braucht: saubere sanitäre Einrichtungen, einen kleinen Supermarkt, ein Restaurant mit Bar, ein Swimming Pool, freies WiFi und was für mich sehr wichtig war, einen Shuttle Bus Service in die Innenstadt. Der anfänglich mit Wolken verhangene Himmel lichtete sich immer mehr. So beschloss ich noch den Piazzale Michelangelo zu besuchen.

Dieser Platz oberhalb von Florenz ist der Treffpunkt in den Abendstunden. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf Florenz. Leider konnte ich nicht bis zum Sonnenuntergang bleiben – der letzte Bus fuhr schon am 18.30 Uhr. Bei Einbruch der Dunkelheit war der Wetterumschwung deutlich zu spüren. Das Thermometer fiel und fiel und ich musste mich auf eine kalte Nacht einstellen. Beim Morgengrauen waren es gerade mal 8 Grad. Als ich den Platz verließ war der Himmel wolkenlos und in der Sonne war es schon angenehm warm. Am 10 Uhr im historischen Zentrum angekommen war das erste Ziel der Dom von Florenz. Wie schon vermutet, lag die monumentale und einmalige Fassade des Doms noch im Schatten. Für ein gutes Foto also noch zu früh.

Also weiter über die Ponte Vecchio zum Palazzo Pitti mit seinem berühmten Garten, den Giardino di Boboli. In diesem riesigen Garten, mit seinen alten Bäumen, lauschigen Plätzen und viel Grün zu wandeln und der Hektik der Stadt, mit ihren Scharen von Touristen zu entfliehen, war eine richtige Wohltat. Am Brunnen des Neptun fand ich das passende Motiv für mein Vorhaben.

Ich verließ den Garten an einem Nebenausgang und erreicht kurze Zeit Später die Villa Bardini mit ihrem  gleichnamigen Garten. In dieser kleinen, phantasievollen angelegten Anlage eröffneten sich wunderbare Blicke auf die Stadt und den alles beherrschenden Dom.

Ich verweilte noch  im klassischen Kaffeehaus und machte mich dann sichtlich erholt erneut auf den Weg in die Stadt und zum Dom. Der war wie erhofft nun im „richtigen“ Licht und ich kam zu meiner gewünschten Aufnahme. Am Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio machte ich noch ein Bild von Michelangelos berühmter Skulptur – dem David.

Inzwischen war es sommerlich warm geworden und ich fuhr mit dem Shuttle Bus am 16.50 Uhr wieder zurück zum Campingplatz.

Beim Erreichen des Platzes sprang mir das leuchtende Blau des Swimmingpools ins Auge und ich konnte nicht umhin noch einige Runden im kühlen Nass zu Schwimmen. Was für Extreme: am Morgen bitterkalt und am Abend angenehm warm. Später verbrachte ich noch einige Zeit im Restaurant. Dort gibt es zehn verschieden Birro Dolomiti. Ich entschied mich für das Dolomiti Rosso, einem sehr würzigen roten Fassbier. Kleine Pizzahäppchen, verschiedene Dips und so mancherlei Knabberei wurden kostenlos dazu angeboten. Das Abendessen war gesichert. Jetzt sitze ich über meiner Arbeit und freue mich auf Morgen. Es geht nach Bologna und dann mit großen Schritten über Mailand Richtung Heimat. Wenn alles klappt bin ich am Donnerstag oder Freitag wieder in Langenau.

 

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